Liebe Freunde des Lohmarer Karnevals,

die älteste Lohmarer Karnevalsgesellschaft, die KG „Ahl Jecke“ e.V. von 1946, prägt zusammen mit den anderen ortsansässigen Karnevalsvereinen seit mehr als 70 Jahren den Lohmarer Karneval.  

Nach ihrer bereits von den Gründungsmitgliedern vorgegebenen Vereinsatzung sind Sinn und Zweck der Gesellschaft die politisch und religiös neutrale Pflege des rheinischen Karnevals. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die traditionelle Pflege des Lohmarer Straßenkarnevals am Rosenmontag. Unter karnevalistischem Brauchtum versteht die Gesellschaft die Wahrung der karnevalistischen Traditionen, wie sie sich seit der Gründung der Gesellschaft entwickelt haben. Allein entscheidend ist die Freiheit der Jecken, unbeeinträchtigt vom materiellen Einsatz und der persönlichen und beruflichen Stellung der Mitglieder. Diesen Satzungszweck verwirklicht die Gesellschaft insbesondere durch die Gestaltung des Rosenmontages, der traditionell durch den Straßenkarneval geprägt ist.

Hierbei ist der Ablauf seit vielen Jahren gleich:

Bereits zu früher Stunde, um 08:30 Uhr, treffen sich die Mitglieder der „Ahl Jecke“ e.V. auf dem Lohmarer Friedhof, um den verstorbenen Mitgliedern der Gesellschaft zu gedenken.
Um 09:00 Uhr treffen sich die Lohmarer Vereine bei den „Ahl Jecke“. Anschließend setzt sich ein bunter Festzug mit Musikkapelle in Bewegung um die Tollitäten, Prinzenpaar oder Dreigestirn, abzuholen.

Anschließend bitten die jeweiligen Tollitäten zum traditionellen Prinzenfrühstück um sich für den langen Tag zu stärken. Kurz vor 11:00 Uhr setzt sich die bunte Gesellschaft mit den Tollitäten im Rahmen eines Festzuges wieder in Bewegung und marschiert mit lauter Musik in Richtung Rathaus, wo um 11:11 Uhr die traditionelle Rathauserstürmung stattfindet. Trotz heftiger Gegenwehr ist es den Stadtoberen noch nie gelungen, das Rathaus erfolgreich zu verteidigen. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die ehren- und hauptamtlichen Vertreter der Stadt Lohmar für ihre Mitwirkung und ihre Unterstützung. Ein Dank aber auch an Bernd Palm, Norbert Muskatewitz und Harald Kreisel die sich im Wechsel seit vielen Jahren eine närrische Handlung für die Rathauserstürmung ausdenken die den Bürgermeister letztendlich zur Kapitulation zwingt.

Im Anschluss an die Rathauserstürmung zieht der jecke Zug in das Festzelt der „Ahl Jecke“, wo bereits seit 11:30 Uhr eine deftige Ääzezupp ausgereicht wird. Dabei veranstalten die „Ahl Jecke“ seit vielen Jahren eine Tombola mit attraktiven Preisen. Frisch gestärkt und aufgewärmt sehen die Jecken dann dem Höhepunkt des Tages, dem Rosenmontagszug, der in den Händen des Vereinskomitees liegt, entgegen.

Nach dem Rosenmontagszug wird im Festzelt der Ahl Jecke ausgelassen gefeiert.

In den 90er Jahren sind die „Ahl Jecke“ mangels adäquater Veranstaltungsstätte im Zentralort Lohmar das „Wagnis Festzelt“ eingegangen. Das erste Festzelt stand in der Session 1995/1996 in „kleiner“ Ausfertigung auf dem Parkplatz der Gaststätte „Stricker/Schnitzler“. Bereits in der nächsten Session wagte man sich mit einem großen Festzelt in den Park der Villa Friedlinde. Mit dem großen Zelt bestand nun auch Gelegenheit, größere Veranstaltungen mit attraktiven Programmpunkten durchzuführen.

Mit Stolz und einem herzlichen Dank an die Lohmarer Jecke sehen wir, wie das Ahl Jecke-Zelt von Jahr zu Jahr mehr zu einem Mittelpunkt des karnevalistischen Treibens in Lohmar wird.

Fester Bestandteil in der karnevalistischen Veranstaltungslandschaft in Lohmar sind wie in jedem Jahr auch in der kommenden Session im „Ahl Jecke“ – Festzelt der Kostümball am Karnevalssamstag, die „Kölsche Mess“ der KG „KAZI mit Funken Rut-Wieß“, der Seniorennachmittag der „Ahl Jecke“ – Frauen am Karnevalssonntag, die Veranstaltungen mit „Ääzezupp-Essen“ am Rosenmontag und der wunderschöne „Möhneball“ am Veilchendienstag, der im Anschluss an die öffentliche Auszählung des Ääzebär-Treibens vom gleichen Tag (www.aeaezebaer.de) und der Prämierung der Rosenmontagszugteilnehmer durch das Vereinskomitee Lohmar, stattfindet.

Erwähnt man das Festzelt, muss aber zwingend auf einen anderen Aspekt eingegangen werden. Die KG „Ahl Jecke“ ist ein traditionell kleiner, aber ungemein effektiver Verein mit 25 aktiven Mitgliedern. Deshalb ist weitere Unterstützung, ob aktiv oder inaktiv, jederzeit gerne gesehen. Mit diesen verhältnismäßig wenigen Mitgliedern über die gesamten Karnevalstage den Festzeltbetrieb durchzuziehen und aufrecht zu erhalten, verlangt jedem Einzelnen ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft ab und wäre ohne die tatkräftige Unterstützung der „Ahl Jecke“ – Frauen nicht durchführbar. Danke!

Die Session eröffnen die „Ahl Jecke“ seit vielen Jahren traditionell mit einem „Gemütlichen Abend“ am oder kurz nach dem 11.11. zu dem häufig auch nahe Freunde und Gönner eingeladen werden. Wer die Mitglieder und die Frauen der „Ahl Jecke“ jedoch kennt, der wird verstehen, dass sich die Gesellschaftsaktivitäten nicht nur auf die fünfte Jahreszeit beschränken können. So gibt es seit einigen Jahren einmal im Monat sowohl einen Männer-, als auch einen Frauenstammtisch der „Ahl Jecke“.

Einmal im Jahr wird ein zünftiges Sommerfest gefeiert, das aus der Gesellschaftskasse bezuschusst wird.

Weiter wird eine Tagesfahrt für die Mitglieder, Freunde und eingeladene Gäste veranstaltet, bei der sich die Gesellschaft durch einen kräftigen finanziellen Zuschuss für die geleistete Arbeit und die Unterstützung in der zurückliegenden Session, insbesondere im Festzelt, bedankt. Ebenfalls einmal im Jahr treffen sich die „Ahl Jecke“ – Frauen zu einem Wandertag und überprüfen bei einer Tageswanderung im Lohmarer Wald ihre (zweifellos vorhandene) Fitness.

Traditionell stellen die „Ahl Jecke“ alle 5 Jahre die Tollitäten im Lohmarer Karneval. So waren dies zuletzt in 2016 Prinz Bernd II. (Köppen), Jungfrau Dominique (Schroeder) und Bauer Rainer (SchmitzPrinz), zuvor Hartmut I. (Kreutz) und Prinzessin Nicole I (Johanshon) (2011) , Prinz Peter Peter (Drossard), Jungfrau Josefine ( Brühl) und Bauer Harald (Kreisel) als erstes Dreigestirn der KG im Jahre 2006, Günter und Hildegard Söntgerath (2001), Dieter Henschel (1996) und Dieter (Flönz) und Helene Höndgesberg (1991).

Alle Tollitäten der KG finden Sie unter und dem Link > Historisches > Die Karnevalsprinzen der KG auf dieser Website.